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Fohlengeburt

Fohlengeburt

Anzeichen für die bevorstehende Geburt
Die typischen Anzeichen sind u.a. harzähnliche Tröpfchen an der Spitze der Zitzen, Schwitzen oder das Einfallen der Beckenbänder. Doch Achtung! Verlassen Sie sich nicht nur auf diese Anzeichen! Beobachten Sie Ihre Stute genau und aufmerksam. Jede Stute ist anders, jede Geburt ein neues Ereignis!

Die Geburt
Ist das Fohlen reif genug, gibt es den Befehl zur Geburt - wann es zur Welt kommt entscheidet die Mutter. Ein typisches Verhalten für Fluchttiere - denn fühlt sie die Stute nicht sicher genug, kann sie den Geburtsvorgang verzögern oder für eine Weile sogar zum Stillstand bringen. Die Geburtsüberwachung muss also diskret und von vertrauten Personen erfolgen, ist aber unbedingt notwendig um bei Komplikationen oder Situationen die man nicht beherrscht, frühzeitig den Tierarzt rufen zu können. Beginnt die Stute unruhig umherzuwandern, um sich irgendwann niederzulegen, ist der langersehnte Augenblick nicht mehr weit - das Fohlen macht sich auf den Weg in sein neues Leben... Die Austreibungsphase dauert in der Regel nicht länger als 10 – 15 Minuten. Liegt das Fohlen richtig, erscheinen als erstes die Vorderfüße, gefolgt vom kleinen Köpfchen. In diesem Fall ist die Stute in der Lage ohne fremde Hilfe zu gebären. Jede andere Situation erfordert sofortiges und richtiges Handeln, sonst sinken die Chancen des Fohlen und möglicherweise auch der Stute rapide!!! Platzt die Fruchthülle nicht von selbst, muss sie sofort geöffnet werden (Erstickungsgefahr!) Hygiene ist oberstes Gebot! Schleim in den Nüstern darf nur mit einem sauberen Tuch entfernt werden, der Nabel sollte „tabu“ sein! In aller Regel reißt die Nabelschnur an der von der Natur vorgesehenen Stelle, ist dies nicht der Fall, handeln Sie nach den Anweisungen ihres Tierarztes! Unsachgemäß zu hantieren bringt sicher Schaden, aber keinen Nutzen!

Nach der Geburt
Sobald die Stute steht, beginnt sie mit zärtlichen Beschnuppern, Ablecken und Säubern des Neugeborenen. Der dabei aufgenommene Geruchseindruck ist die wichtigste Methode das eigene Fohlen von anderen zu unterscheiden. Auch wenn es schwer fällt, bleiben Sie ein ruhiger aber aufmerksamer Beobachter! Einige Aufstehversuche sind notwendig bis das Fohlen sein Gleichgewicht findet. Diese Plackerei hat jedoch auch ihr Gutes: Jeder Aufstehversuch stärkt Herz, Kreislauf und Muskulatur. Mit zunehmender Geschicklichkeit und Standsicherheit ist das Fohlen in der Lage sich zur Mutterstute hin zu orientieren, und die Zitzen zu suchen. Saug- und Schluckreflexe sind beim gesunden Fohlen bereits zum Zeitpunkt der Geburt voll ausgebildet. Es kommt jedoch ohne Schutzstoffe gegen Infektionen im Neugeborenenalter zur Welt. Um Abwehrkräfte entwickeln zu können, muss es so bald wie möglich (bis höchstens 6 Stunden nach der Geburt!!!) die an Antikörpern reiche Kolostralmilch (Biestmilch) trinken. Aus diesem Grund ist die Aufnahme der Erstmilch von lebenserhaltender Bedeutung! (siehe Fohlencheckliste) Ist die Geburt normal verlaufen, und auch das Darmpech (schwarzer Kot) abgegangen, so bittet man den Tierarzt bis spätestens 12 Stunden nach der Geburt zu einer Untersuchung beider Tiere. Der Reifegrad des Fohlens, allgemeiner Gesundheitszustand und Abheilungsprozess des Nabels werden bei dieser Gelegenheit genau überprüft werden. Auch die Stute wird auf eventuell vorliegende Geburtsverletzungen untersucht. Die Eihäute (Nachgeburt), welche spätestens 2 - 4 Stunden nach der Geburt abgegangen sein müssen, werden auf ihre Vollständigkeit untersucht. (Die Nachgeburt hat die Form eines "F" - wie Fohlen) Ein verspäteter Nachgeburtsabgang oder verbleibende Reste in der Gebärmutter können nicht nur die Fruchtbarkeit der Stute beeinträchtigen, sondern auch zu schweren Allgemeinerkrankungen, wie der Hufrehe, führen.

Giessener Vorsorgeschema 

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